Die Karmelitanische Gemeinschaft (Am Bach Kerit)

Die Karmelitanische Gemeinschaft (Dritter Orden des Karmel) versteht sich als Gemeinschaft von Frauen und Männern (verheiratet oder ledig), die sich auf dem vielfältigen Weg der Nachfolge Christi von der Spiritualität des Karmel leiten lassen. Die Mitglieder der Gruppe „Am Bach Kerit" treffen sich regelmäßig zum Gebet und zur geistlichen Vertiefung im Kloster Springiersbach.

Leitwort der Gemeinschaft

Gott lebt

vor dessen Angesicht

ich stehe

 

(1 Kön 17,1)

  • Die Gemeinschaft

    Die Wiege des Karmeliterordens stand auf demBerg Karmel in Israel. Hier lebten Einsiedler in Verborgenheit und Stille in der Nachfolge Jesu –in Gebet und Meditation. Drei Dinge sind wesentlich für die unverwechselbare Identität des Karmel:

    • Gebet und Kontemplation

    • geschwisterliche Gemeinschaft und Gastfreundschaft

    • prophetisches Engagement für eine authentische christliche Spiritualität

    Neben den Brüdern und Schwestern, die als Ordensleute im Kloster leben, gibt es die Karmelitanische Gemeinschaft, die aus Frauen und Männern besteht, die ein Versprechen abgelegt haben, mitten in der Welt die Spiritualität des Karmel zu leben. Es sind Menschen, die – verheiratet oder ledig – ein Leben nach dem Evangelium, in der Nachfolge Christi und nach der Regel und der Tradition des Karmel führen möchten.

  • Unser Anliegen

    Es gehört zum Charisma unseres Ordens, imGebet vor Gott zu stehen, nach dem Wort des Propheten Elija: „Gott lebt, und ich stehe vor seinem Angesicht" (1 Kön 17,1). Wie Maria, die Mutter Jesu, wollen wir täglich auf Gottes Wort hören und es mit Leben füllen. Sein Wort soll Mittelpunkt unseres Lebens und Handelns sein.

  • Bedeutsamkeit des gemeinsamen Engagement

    Unsere Treffen dienen der Weiterbildung und der Vertiefung der karmelitanischen Spiritualität, dem Erfahrungsaustausch, der gegenseitigen Ermutigung und Stärkung im geistlichen Leben.

  • unser Gemeinschaftsleben

    Die Gruppe "Am Bach Kerit" trifft sich zurzeit zweimal im Jahr im Karmel Springiersbach, in Bengel.

    In unserem Lebensstil bemühen wir uns um Geschwisterlichkeit und Einfachheit.

    Titus Brandsma formuliert das so: "Wir Karmeliter sind nicht dazu berufen, im öffentlichen Leben großartige, auffallende und lebhaft besprochene Dinge zu tun. Das wäregegen die Einfachheit, die wir praktizierenwollen. Aber es ist doch unsere Pflicht, die gewohnten Dinge in großartiger Weise zu tun.

    Das heißt: mit einer lauteren Absicht und dem Einsatz unserer ganzen Persönlichkeit. Wir verlangen nicht, vorne zu stehen und bejubelt zu werden wegen unserer Leistungen, von denen die Menschen der Welt eine hohe Meinung zu haben pflegen. Wir möchten nur auffallen durch unsere Einfachheit und unsere Aufrichtigkeit".

    Das Leben mit Gott wird für uns zu einer reichen, überströmenden Quelle. Seine Liebe drängt uns, „sein Angesicht zu suchen und ihn in den Schwestern und Brüdern wiederzuerkennen, zu lieben und ihm zu dienen.“

    Das prophetische Engagement zeigt sich darin, dass sich die Mitglieder entsprechend ihren Fähigkeiten, in vielen verschiedenen Bereichen engagieren, sei es in der Gemeinde, Kirchengemeinde, Nachbarschaft oder Krankendiensten. Immer stehen die Menschen als Schwestern und Brüder im Mittelpunkt ihres Handelns.

    Am Beginn der Aufnahme in die Karmelitanische Gemeinschaft steht eine angemessene Zeit des Kennenlernens. Ihr folgt eine Grundausbildung, in der eine intensive Begleitung stattfindet. In dieser Zeit geschieht eine Einführung in die Geschichte, die Spiritualität und die Lebensform des Karmel. Am Ende der Grundausbildung erfolgt ein Versprechen, mit dem sich das neue Mitglied an Gott und die Gemeinschaft bindet.